Darstellung des Herrn

„Denn meine Augen haben das Heil gesehen…“ – Zum Fest „Darstellung des Herrn“

Gott, wir leben im Dunkeln.
Wie oft dämmern wir so dahin.
Es ist nicht einfach, im Dunkel die Richtung zu finden.
Lass es Licht werden in unseren Herzen, in unserer Stadt, in der Welt!
Scheide das Licht von der Finsternis unserer Angst.
Gott, sieh doch, wie das Dunkel über den Völkern liegt und in vielen Ländern Krieg herrscht.
Über uns aber ist ein Licht aufgegangen: Jesus Christus.
Gott, Du bist Mensch geworden in Jesus Christus.
Das neue Licht ist in unser Leben getreten und hat die Welt verändert.
Er wollte uns entzünden, dass wir brennen und leuchten,
jeder für den anderen, dass niemand in der Finsternis bleibt.
Sei hier zugegen, Licht in unserer Mitte.
Lass unsere Augen deine Herrlichkeit sehen.
Sei hier zugegen, dass wir wieder leben.

(unbekannt)

Dieses Licht will unter uns leuchten. So ist es auch ein schöner Brauch, dass am Fest der Darstellung des Herrn (auch Mariä Lichtmess genannt) am 2. Februar u.a. die Kerzen gesegnet werden, die im Lauf des Jahres in der Kirche entzündet werden.

Denn als der alte Mann namens Simeon Jesus sah, lobte er Gott mit den Worten: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“

Weil er das Licht der Welt gesehen hat, konnte er getrost sein Leben loslassen. Weil er in Jesus, den Heiland sah, konnte er sagen, dass ER das Licht ist, das alle erleuchten will, die noch nichts von ihm wissen. Und die, die IHN kennen, strahlen noch viel mehr aus.

Ja, das Licht, Sinnbild für alle Hoffnung, für alles Gute,,… ist mitten unter uns. Wir dürfen es weitergeben an alle, die sich nach dem Heiland, nach Frieden und Zukunft sehnen. Wir dürfen es auch sinnenfällig vor Augen haben, wenn wir die gesegneten Kerzen zuhause oder in der Kirche entzünden – mit dem Bewusstsein von Weihnachten: „Christ, der Retter ist da!“

Andreas Greis

 

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